Ängstlicher Hund – diese ätherischen Öle helfen

Dein Hund hechelt, zittert, friert in seiner Bewegung ein oder möchte sogar die Flucht ergreifen? Seine Ohren sind dabei angelegt, der Rutenansatz ist dabei fest am Po angedrückt, wenn nicht sogar eingeklemmt. Seine Augen sind weit geöffnet, sodass du die Sklera (das Weiße) sehen kannst. Haarausfall, spontane Schuppenbildung, Erbrechen und Durchfall können weitere Symptome sein.

Wenn dein Hund ein ängstlicher Hund ist, dann kannst du ihm, wie in Teil 1 und Teil 2 beschrieben, helfen, seine Angst zu überwinden. Neben der ganzheitlichen Behandlung bieten Aromaöle eine wertvolle Ergänzung, vor allem wenn es um psychische Themen wie Angst und Panik geht. Ich stelle dir in diesem Beitrag fünf ätherische Öle vor, die von Angsthunden gerne angenommen und gewählt werden und bei täglicher Anwendung den Weg aus der Angst fördern.

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind hoch konzentrierte Auszüge aus Pflanzenteilen. Bei der Aromatherapie wird mit reinen ätherischen Ölen gearbeitet, d.h. immer mit einem Inhaltsstoff einer Pflanze. Mischt man mehrere gut zueinander passende Öle, so können sich die Inhaltsstoffe der einzelnen Öle in ihrer Wirkung verstärken (synergistische Effekte).

Wie wirken ätherische Öle im Körper des Hundes?

Ätherische Öle können über die Haut, die Haare und die Nase aufgenommen werden. Wird das Öl über die Haut und/oder über die Haare aufgenommen, so werden die Inhaltsstoffe direkt über die Blutbahn in das limbische System, das Emotionszentrum im Gehirn, weitergeleitet. Werden die Duftstoffe des ätherischen Öles vom Hund über die 230 Millionen Geruchszellen aufgenommen, so gelangen sie über das Riechhirn ebenfalls in das Emotionszentrum. Da das Emotionszentrum bei ängstlichen und gestressten Hunden sehr aktiv ist, wird mit den Ölen direkt an der Wurzel des Verhaltens gearbeitet. Jedes Öl stimuliert mit seinen unterschiedlichen Stoffen entsprechend unterschiedliche Nerven, welche wiederum unterschiedliche körperliche Reaktionen auslösen.

Ängstlicher Hund – Diese 5 ätherischen Öle helfen

  • Angelika (Angelica archangelica)
    Angelika wirkt stark angstlösend, beruhigend, ausgleichend und nervenstärkend. Es wird auch „Engelsöl“ genannt, denn es taucht tief in das Unterbewusstsein, arbeitet dort an vergrabenen Themen und öffnet den Weg zur Heilung. Anwendung bei: Angst, Ängste, Nervosität und Stress.
  • Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)
    Der Duft schenkt Geborgenheit, wirkt einhüllend und schirmt ein wenig von den Umweltreizen ab. Es wirkt angstlösend, beruhigend und stimmungsaufhellend. Anwendung bei: Angst/Ängsten, Stress, Schreckhaftigkeit und stressbedingte Beschwerden.
  • Jasmin (Jasminum grandiflorum)
    Jasmin wirkt stark angstlösend, beruhigend und harmonisiert Körper und Psyche. Es wirkt besonders stark auf das Nervensystem und beeinflusst die emotionale Ebene. Jasmin spendet ein Gefühl von Ruhe und Frieden. Anwendung bei: Angst/Ängsten, Stress und Unruhe.
  • Neroli (Citrus aurantium var. Amara)
    Neroli wird dann eingesetzt, wenn neben der Angst auch Heimweh, Kummer und/oder Traumata eine Rolle spielen. Es wirkt stark angstlösend, sedativ und somit beruhigend. Anwendung bei: Angst/Ängsten, Unruhe, psychische Erschöpfung und motorische Unruhe (Hin- und Herlaufen.)
  • Majoran (Origanum majorana)
    Majoran wirkt beruhigend, angstlösend, ausgleichend und nervenstärkend. Es harmonisiert zudem das Hormonsystem. Anwendung bei: Angst/Ängsten, Nervosität und stressbedingte Beschwerden.

Welches Öl ist das Richtige für deinen Hund?

Wenn dein Hund ein Aromaöl benötigt, treffe ich die Vorauswahl der Öle, welche ich je nach Thema und Anwendungsgebiet auswähle. Dafür ist die vorherige Erstberatung essenziell, denn die ätherischen Öle werden nicht nach offensichtlichem Verhalten ausgewählt, z.B. Angst oder Nervosität, sondern nach der Grundursache, z.B. Trauma, Überforderung, etc. Würde ich deinem Hund ein Öl geben, welches für Entspannung sorgt, wird die Grundursache der Angst nicht mitbehandelt. Der ganzheitliche Ansatz ist darauf ausgelegt, Themen vom tiefsten Inneren zu erkennen und aufzuarbeiten, ansonsten bleibt die (Aroma-) Therapie für deinen Hund erfolglos. Welches Aromaöl dein Hund zum Schluss benötigt, zeigt er selbständig an, denn Tiere haben ein unglaublich gutes Gefühl dafür, was sie brauchen (Zoopharmakognosie). Findet dein Hund ein Öl gut, so versucht er an der Flasche zu lecken, atmet den Duft tief ein, gähnt, bekommt schwere Augen, ist in einem tranceartigen Zustand, wedelt mit der Rute, zieht eine Grimasse oder legt sich hin und schläft. Findet dein Hund das Öl nicht gut, so zeigt er dies durch Abwenden, Ohren anlegen oder er zeigt einfach keine Reaktion.

So wendest du das ätherische Öl an

Es gibt zwei Möglichkeiten, damit dein Hund das Öl aufnimmt: Über die Nase oder die Haut.
Wenn möglich, empfehle ich bei Angsthunden immer die Aufnahme über die Haut, ein Massageölgemisch. Durch die Massage wird bei dir und deinem Hund das Bindungshormon Oxytocin freigesetzt. Dadurch werden Glücksgefühle auslöst und das Wohlbefinden gesteigert. Zudem wirkt Oxytocin angstlösend und stressdämpfend. Dafür mische ich 20ml Sesamöl (Sesamum indicum, Pedaliaceae) mit 1-2 Tropfen ätherischem Öl. Sesamöl wirkt zusätzlich beruhigend und hilft bei überreizten Nerven.

Mag dein Hund keine körperliche Nähe, so empfiehlt sich eine Sprühflasche mit einem Öl-Wasser-Gemisch. Mische dafür 100 ml Wasser mit 1-3 Tropfen ätherischem Öl. Wenn dein Hund gerade nicht auf seinem Platz liegt, werden 1-3 Sprühstöße darauf gesprüht (vorher richtig gut schütteln!) Der Duft wird von ihm automatisch nach seiner Rückkehr aufgenommen. Für meine Nala nutze ich sehr gerne den Diffuser bzw. einen Vernebler. Den kannst du dir auch zulegen, wohl die praktischste Anwendung für dich zu Hause. Hier mischst du ebenfalls 100 ml Wasser mit 1-3 Tropfen ätherischem Öl und vernebelst mehrmals täglich 10-15 Minuten.

Das musst du unbedingt beachten

Ätherische Öle sind hochkonzentriert und können bei nicht korrekter Anwendung einen großen Schaden anrichten. Auch sollten gewisse Kreise nicht mit ätherischen Ölen in Kontakt kommen:

  • Nicht anwenden bei Welpen unter 8 Wochen und bei Epilepsie (bei Hund und Mensch)
  • Nicht anwenden bei trächtigen Hündinnen (und schwangeren Frauen)
  • Verwende ausschließlich hochwertige Öle mit dem richtigen botanischen Namen (sehr wichtig!)
  • Ich empfehle dir die Anwendung über einen Diffuser. 1-3 Tropfen ätherisches Öl auf 100 ml Wasser. Mehrmals täglich kurze Anwendung von 10-15 Minuten reichen aus
  • Dein Hund kann seeeehr gut riechen, daher stell den Diffuser zu Beginn nicht direkt neben deinen Hund, sondern in einen angrenzenden Raum
  • Zudem lass die Zimmertür geöffnet, damit dein Hund den Raum verlassen kann, wenn er das möchte
  • Nach der Anwendung lüfte das Zimmer gründlich
  • Wenn dein Hund die Vernebelung genießt, führe die Anwendung 2-4 Wochen lang durch

Nicht jeder Hund mag jedes ätherische Öl. Das ist in Ordnung, denn wir mögen auch nicht jeden Geruch. Es gibt noch andere ätherische Öle die angstlösend und entspannend wirken, um den Weg aus der Angst zu begleiten.

Du möchtest wissen, welches ätherische Öl für deinen Angsthund geeignet ist? Melde dich bei mir. Ich unterstütze dich und deinen Hund, das richtige ätherische Öl auszuwählen. Schreib mir dafür einen Kommentar!

Jetzt gemeinsam anfangen!

Du kannst mich telefonisch unter 0151/61 60 38 38, per E-Mail info@hundepsychologin-peters.de oder über das untenstehende Kontaktformular erreichen. Möchtest du direkt starten? Dann lade dir jetzt den Anamnesebogen runter und sende mir diesen ausgefüllt zurück.

Ich freue mich auf dich und deinen Hund und darauf, euch die Lebensqualität zu ermöglichen, die ihr verdient.

Preise und Leistungen

  • Erstberatung / Anamnese
    120 €
    90 Minuten
  • Folgeberatung
    60 €
    Erste angefangene Stunde, danach anteilig
  • Aromaöl
    10 €

Anfahrtskosten ab 11 km (von 21217 Seevetal) nach Absprache.


Termine die nicht wahrgenommen oder binnen 24 Stunden abgesagt werden, berechne ich mit einer Pauschale von 60€ (ggf. zuzüglich Anfahrtskosten).

Erfahre was deinem Problemhund fehlt, um sich zu entspannen und zu lernen.