Eine Hündin ist während der sichtbaren Läufigkeit meist etwa zwei bis drei Wochen hormonell besonders aktiv. Der gesamte Sexualzyklus besteht aus vier Phasen: Proöstrus, Östrus, Metöstrus und Anöstrus. Die ersten beiden Phasen sind die Zeit, in der die typischen äußeren Anzeichen der Läufigkeit auftreten.
Typische Anzeichen sind eine geschwollene Vulva, vaginaler Ausfluss, häufigeres Urinieren und Veränderungen im Verhalten. Im Östrus ist die Hündin für Rüden empfänglich und kann trächtig werden. Der genaue Zeitpunkt der Fruchtbarkeit lässt sich allein anhand des Verhaltens oder der Blutung jedoch nicht zuverlässig bestimmen
Läufige Hündin: Symptome und die 4 Phasen des Zyklus
Der Sexualzyklus wird in vier Phasen eingeteilt in denen unterschiedliche Hormone aktiv sind bzw. dominieren: Proöstrus, Östrus, Metöstrus und Anöstrus. Diese starken Hormonschwankungen beeinflussen das Verhalten der läufigen Hündin die in dieser Zeit vermehrt Unruhe, Zurückgezogenheit, Aggression oder auch Angst zeigen kann. Welche Symptome auftreten und wie sich die Hündin verhält, kann sich von Phase zu Phase verändern.
Besonders in den ersten Läufigkeiten sind die Hündinnen noch unsicher und wissen nicht genau, was gerade mit ihnen passiert. Auch Wesensänderungen nach der Läufigkeit sind zu beobachten, denn die Sexualhormone unterstützen die Gehirnentwicklung und somit die mentale Reife. Dieser Prozess ist demnach sehr wichtig, um die Persönlichkeit zu festigen und „erwachsen“ zu werden. Hündinnen werden in der Regel etwa zweimal im Jahr läufig. Der Abstand zwischen den Läufigkeiten kann jedoch individuell deutlich variieren. Bei manchen Hündinnen liegt er nur bei wenigen Monaten, bei anderen deutlich länger.
Proöstrus – die Vorbrunst
Woran erkenne ich den Proöstrus?
In dieser Phase, die im Durchschnitt 9 Tage dauert (3-17 Tage), beginnt die sexuelle Aktivität, denn es ist die Zeit vor der Standhitze. In dieser Zeit hast du sicherlich eine Verhaltensveränderung bei deiner Hündin bemerkt: Eine gesteigerte Aggressionsbereitschaft, vermehrter oder verminderter Hunger sowie eine gewisse Niedergeschlagenheit oder Rückzug sind möglich. Einige Hündinnen sind in dieser Zeit sehr anhänglich, andere wiederum brauchen ganz viel Ruhe und Zeit für sich. Diese Verhaltensveränderungen können bereits 4 Wochen vor der Blutung beobachtet werden. Rüden sind in dieser Phase bereits an der Hündin interessiert, die jedoch noch versucht den Kontakt zu vermeiden und sie mit Schnappbissen fernzuhalten.
Das passiert im Körper
Die Vulva schwillt an. Die Eierstöcke produzieren mehr Östrogen, weshalb die Follikel wachsen. Follikel sind Bläschen im Eierstock, welche die Eizellen beinhalten. Dadurch verdickt sich die Gebärmutterschleimhaut. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) wandern aus den Blutaderverästelungen (Kapillaren) der Scheidenwand und es kommt zum Blutausfluss.
Östrus – die Brunst und fruchtbare Phase
Woran erkenne ich den Östrus?
Diese Phase dauert im Durchschnitt 9 Tage (3-21 Tage) und beschreibt die höchste sexuelle Aktivität. Die Hündin befindet sich in der Standhitze und ist deckbereit. Ihr Verhalten kann sich nun deutlich verändern. Manche Hündinnen wirken verspielter und zeigen vermehrt Kontaktverhalten, andere sind eher unruhig oder stark auf ihre Umwelt und Artgenossen fokussiert. Die Rüden nehmen den Hormonstatus der Hündin über die Pheromone und über das Vomeronasalorgan auf. Gut erkennbar zeigen die Rüden ein „schnattern“ und einen starken Speichelfluss.
Das passiert im Körper
Der Östrogenspiegel sinkt, während der Progesteronspiegel ansteigt. Diese hormonellen Veränderungen begleiten den Übergang in die Paarungsbereitschaft und den Eisprung. Die Gebärmutterschleimhaut wächst weiter, um ein befruchtetes Ei aufzunehmen.
Metöstrus – die Nachbrunst
Woran erkenne ich den Metöstrus?
In dieser Phase sinkt die sexuelle Aktivität und die Paarungsbereitschaft endet. Die hormonelle Situation ähnelt nun der Zeit nach einem Eisprung und kann auch ohne tatsächliche Trächtigkeit Veränderungen im Körper und Verhalten der Hündin mit sich bringen.
Das passiert im Körper
Es bilden sich Gelbkörperchen (Corpusluteum) in den Eierstöcken. Diese produzieren Progesteron, um die mögliche Trächtigkeit zu erhalten bzw. eine mögliche Scheinträchtigkeit einzuleiten. Die Gelbkörper bleiben so lange aktiv, wie eine echte Trächtigkeit dauert (61-65 Tage). Am Ende des Metöstrus bilden sich die Gelbkörper und demnach auch das Progesteron zurück.
Scheinträchtigkeit Hündin
Da die hormonelle Situation auch nach einer nicht erfolgten Befruchtung auf eine mögliche Trächtigkeit vorbereitet ist, können manche Hündinnen im Anschluss an die Läufigkeit Symptome einer Scheinträchtigkeit entwickeln. Welche Anzeichen auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, ist von Hündin zu Hündin unterschiedlich.
Anöstrus – die Ruhephase
Woran erkenne ich den Anöstrus?
In dieser Phase ist keine sexuelle Aktivität vorhanden und die Hormone sind wieder im Gleichgewicht. Diese Phase dauert im Durchschnitt 2 bis 4 Monate bis zum Start der nächsten Proöstrusphase.
Das passiert im Körper
In dieser Phase befindet sich der Körper in einer hormonellen Ruhephase. Die Hündin zeigt keine typischen Anzeichen einer Läufigkeit und ist für Rüden nicht empfänglich. Mit dem Ende des Anöstrus beginnt der Körper langsam wieder mit den Vorbereitungen auf den nächsten Zyklus.
Wie lange ist eine Hündin läufig?
Eine Hündin ist meistens ungefähr zwei bis drei Wochen läufig. Dabei kann die Dauer von Hündin zu Hündin deutlich unterschiedlich sein. Auch innerhalb der vier Phasen gibt es keine feste Anzahl an Tagen, die für jede Hündin gilt.
Die sichtbare Läufigkeit beginnt mit dem Proöstrus und geht in den Östrus über. Beide Phasen dauern durchschnittlich etwa neun Tage, können aber deutlich kürzer oder länger sein. Der gesamte Zyklus endet damit allerdings noch nicht: Auf die Läufigkeit folgen der Metöstrus und anschließend der Anöstrus, bevor der nächste Zyklus beginnt.
Deshalb würde ich mich nicht zu sehr an einem bestimmten Tag orientieren. Viel wichtiger ist es, deine Hündin und ihre individuellen Anzeichen zu beobachten.
Woran erkenne ich, dass meine Hündin läufig ist?
Typische Anzeichen einer Läufigkeit können sein:
- geschwollene Vulva
- blutiger oder später heller werdender Ausfluss
- häufigeres Urinieren oder Markieren
- gesteigertes Interesse von Rüden
- Veränderungen in der Kontaktaufnahme mit anderen Hunden
- veränderte Anhänglichkeit oder Rückzug
- veränderte Aktivität und Unruhe
- verändertes Fressverhalten
- Veränderungen im Sozialverhalten
Die Verhaltensänderung ist immer individuell und nicht jede Hündin zeigt alle Anzeichen.
Wie verändert sich das Verhalten einer läufigen Hündin?
Während der Läufigkeit kann sich das Verhalten einer Hündin deutlich verändern. Manche Hündinnen werden anhänglicher, andere ziehen sich stärker zurück. Auch eine höhere Reizbarkeit, Unruhe oder eine geringere Toleranz gegenüber anderen Hunden kann vorkommen.
Aus Sicht der Hundepsychologie ist deshalb wichtig, Verhalten während der Läufigkeit nicht automatisch als „Ungehorsam“ zu bewerten. Hormonelle Veränderungen können beeinflussen, wie eine Hündin ihre Umwelt wahrnimmt und auf soziale Situationen reagiert. In dieser Zeit kann es sinnvoll sein, Anforderungen im Alltag anzupassen: mehr Ruhephasen, weniger konfliktreiche Hundekontakte und Spaziergänge, die der individuellen Belastbarkeit der Hündin entsprechen.
Was sollte ich beachten, wenn meine Hündin läufig ist?
Während der Läufigkeit kann sich deine Hündin körperlich und auch im Verhalten verändern. Manche Hündinnen sind deutlich anhänglicher, andere brauchen mehr Abstand und Ruhe. Auch die Begegnungen mit anderen Hunden können plötzlich anders laufen als gewohnt. Versuche deshalb nicht, deine Hündin in dieser Zeit einfach genauso zu behandeln wie sonst. Beobachte sie und schau, was sie gerade braucht. Besonders wichtig sind ausreichend Ruhe, möglichst wenig unnötiger Stress und ein gutes Management bei Hundebegegnungen.
Spaziergänge während der Läufigkeit
Spaziergänge solltest du auch während der Läufigkeit weiterhin anbieten. Bewegung und Umweltreize sind wichtig, gleichzeitig kann es sinnvoll sein, die Spaziergänge etwas ruhiger zu gestalten. Wenn du merkst, dass deine Hündin schnell aufgeregt ist oder Begegnungen mit anderen Hunden gerade schwieriger für sie sind, wähle lieber eine Strecke, auf der ihr mehr Abstand halten könnt. Gerade während der Läufigkeit muss nicht jeder Spaziergang möglichst aufregend oder sozial sein.
Kontakt zu Rüden
Hier ist besonders wichtig, dass du die Situation im Blick behältst. Rüden können eine läufige Hündin bereits frühzeitig interessant finden, auch dann, wenn sie selbst noch nicht paarungsbereit ist. Später im Zyklus kann deine Hündin Rüdenkontakt selbst aktiv suchen oder zulassen. Wenn du keinen Nachwuchs möchtest, solltest du deshalb während der gesamten Läufigkeit zuverlässig verhindern, dass es zu einem Deckakt kommt.
Freilauf und Hundebegegnungen
Ob Freilauf während der Läufigkeit sinnvoll ist, hängt stark von deiner Hündin und der Umgebung ab. In Gegenden, in denen du auf viele Hunde treffen kannst, würde ich während dieser Zeit eher auf einen kontrollierbaren Rahmen setzen. Auch bei Begegnungen mit anderen Hunden darfst du genauer hinschauen: Möchte deine Hündin gerade wirklich Kontakt oder versucht sie eigentlich Abstand zu bekommen? Wenn du merkst, dass sie schneller gereizt, unsicher oder überfordert ist, musst du sie nicht durch jede Begegnung hindurchführen. Abstand kann in dieser Zeit die bessere Entscheidung sein.
Ruhe und Stress
Gerade wenn sich deine Hündin während der Läufigkeit anders verhält, ist es hilfreich, ihr ausreichend Ruhe zu ermöglichen. Nicht jede Verhaltensänderung muss korrigiert oder trainiert werden. Wenn deine Hündin mehr schläft, sich zurückzieht oder weniger Lust auf Kontakt hat, darfst du ihr diesen Raum geben. Gleichzeitig solltest du Veränderungen im Verhalten immer im Zusammenhang mit der gesamten Situation betrachten. Die Läufigkeit ist keine „Ausrede“ für jedes Verhalten, aber sie kann durchaus Einfluss darauf haben, wie deine Hündin Situationen wahrnimmt und auf sie reagiert.
Scheinträchtigkeit bei der Hündin
Eine Scheinträchtigkeit kann nach der Läufigkeit auftreten und ist zunächst einmal ein ganz natürlicher hormoneller Vorgang. Auch wenn die Hündin nicht gedeckt wurde, durchläuft ihr Körper nach dem Eisprung eine hormonelle Phase, die in vielen Punkten einer tatsächlichen Trächtigkeit ähnelt.
Typische Symptome einer Scheinträchtigkeit
Nach der Standhitze bleibt der Progesteronspiegel zunächst erhöht. Die Gelbkörper, die sich nach dem Eisprung gebildet haben, produzieren Progesteron und sorgen dafür, dass sich der Körper der Hündin zunächst auf eine mögliche Trächtigkeit einstellt. Dadurch kann sich auch das Gesäuge entwickeln und es kann zur Milchbildung kommen. Im weiteren Verlauf werden die Gelbkörper langsam abgebaut und der Progesteronspiegel sinkt. Gleichzeitig steigt der Prolaktinspiegel an. Dieses Hormon ist unter anderem an der Milchbildung und an der Entwicklung des mütterlichen Verhaltens beteiligt. Die Scheinträchtigkeit kann sich deshalb nicht nur körperlich, sondern auch im Verhalten zeigen. Typische Anzeichen können sein:
- ein verstärkter Nestbautrieb kann auftreten
- Gegenstände oder Spielzeug werden als „Ersatzwelpen“ bemuttert
- Gegenstände werden herumgetragen, verschleppt oder verteidigt
- manche Hündinnen zeigen deutlich verstärktes Brutpflegeverhalten
Wie stark diese Veränderungen ausgeprägt sind, ist von Hündin zu Hündin unterschiedlich. Manche Hündinnen zeigen kaum Anzeichen, während andere ihr Verhalten deutlich verändern.
Wie lange dauert eine Scheinträchtigkeit?
Die hormonelle Phase nach dem Eisprung dauert bei einer nicht trächtigen Hündin ungefähr so lange wie eine tatsächliche Trächtigkeit, also etwa zwei Monate. Die Gelbkörper bleiben zunächst bestehen und bilden Progesteron, bevor sie sich anschließend zurückbilden.
Die sichtbaren Symptome einer Scheinträchtigkeit dauern dagegen häufig nur etwa 2 bis 4 Wochen, können aber individuell auch länger bestehen bleiben. Dazu gehören beispielsweise Milchbildung, ein geschwollenes Gesäuge oder ausgeprägtes Brutpflegeverhalten. Du musst deshalb zwischen der Dauer der hormonellen Phase und der Dauer der tatsächlich sichtbaren Symptome unterscheiden.
Wann sollte ich zum Tierarzt?
Eine leichte Scheinträchtigkeit ist zunächst kein ungewöhnlicher Vorgang. Wenn die Milchdrüsen allerdings stark anschwellen, schmerzhaft oder heiß werden, sehr viel Milch produziert wird oder deine Hündin deutlich krank wirkt, solltest du sie tierärztlich untersuchen lassen. Auch bei ungewöhnlichem Ausfluss, Fieber, starker Mattigkeit, auffällig starkem Durst oder anderen deutlichen Veränderungen solltest du nicht einfach davon ausgehen, dass es sich um eine normale Scheinträchtigkeit handelt.
Ungewollter Deckakt – was sollte ich tun?
Sollten sich zwei Hunde im ungewollten Deckakt befinden, so trenne diese nicht. Bei einem sogenannten „Hängen“ kann ein gewaltsames Trennen zu Verletzungen der Geschlechtsorgane führen. Warte lieber ab und fahre danach mit der Hündin direkt zum Tierarzt. Es gibt Möglichkeiten eine ungewollte Trächtigkeit zu verhindern.
Läufigkeit oder gesundheitliches Problem? Wann zum Tierarzt?
Nicht jede Veränderung nach oder während der Läufigkeit sollte automatisch den Hormonen zugeschrieben werden. Bei deutlicher Krankheit, ungewöhnlichem oder übelriechendem Ausfluss, ausgeprägter Teilnahmslosigkeit, Fieber, starkem Durst oder anderen deutlichen Veränderungen sollte die Hündin tierärztlich untersucht werden.
Häufige Fragen zur Läufigkeit einer Hündin
Wie oft wird eine Hündin läufig?
Die meisten Hündinnen werden ungefähr zweimal im Jahr läufig. Der Abstand kann jedoch von Hündin zu Hündin deutlich unterschiedlich sein und etwa vier bis dreizehn Monate betragen. Gerade bei jungen Hündinnen kann sich der Zyklus zunächst noch verändern.
Wie lange ist eine Hündin läufig?
Die sichtbare Läufigkeit dauert bei einer Hündin meistens etwa zwei bis drei Wochen. Die einzelnen Phasen können jedoch unterschiedlich lang sein, weshalb du dich nicht an einem festen Tag orientieren solltest.
Wann ist eine Hündin fruchtbar?
Die fruchtbare Zeit liegt im Östrus, also in der Phase, in der die Hündin paarungsbereit ist und der Eisprung stattfindet. Der genaue Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht zuverlässig anhand des ersten Blutungstages oder eines festen „10. Tages“ bestimmen, da sich der Zyklus individuell unterscheidet. Wenn der genaue Zeitpunkt des Eisprungs wichtig ist, kann der Tierarzt diesen über entsprechende Untersuchungen und Hormonmessungen genauer bestimmen.
Kann eine Hündin trotz Blutung trächtig werden?
Ja. Eine Hündin kann auch dann trächtig werden, wenn sie noch blutet. Die Blutung tritt vor allem während des Proöstrus auf. In dieser Phase ist die Hündin normalerweise noch nicht paarungsbereit. Der Übergang zum Östrus, also zur fruchtbaren Phase, lässt sich jedoch nicht einfach am Blutungsbeginn oder am Ende der Blutung festmachen. Auch während des Östrus kann noch Ausfluss vorhanden sein, der häufig heller und weniger blutig wird. Wenn du eine Trächtigkeit sicher verhindern möchtest, solltest du deshalb während der gesamten Läufigkeit verhindern, dass deine Hündin von einem Rüden gedeckt wird. Der genaue Zeitpunkt der fruchtbaren Phase kann nicht zuverlässig anhand eines bestimmten Tages oder allein anhand der Blutung bestimmt werden.
Kann eine läufige Hündin aggressiv werden?
Ja, das Verhalten einer Hündin kann sich während der Läufigkeit verändern. Manche Hündinnen reagieren in dieser Zeit gereizter, haben weniger Toleranz für andere Hunde oder möchten mehr Abstand. Andere werden anhänglicher oder suchen verstärkt die Nähe. Wichtig ist für mich dabei, das Verhalten nicht vorschnell als „Aggression wegen der Hormone“ abzustempeln. Schau dir immer die gesamte Situation an: Was passiert gerade, wie verhält sich deine Hündin vorher und was versucht sie mit ihrem Verhalten zu erreichen? Gerade während der Läufigkeit kann es sinnvoll sein, ihr mehr Abstand und Ruhe zu ermöglichen, statt sie immer wieder in Situationen zu bringen, die sie gerade überfordern.
Warum verändert sich meine Hündin nach der Läufigkeit?
Auch nach der eigentlichen Läufigkeit verändert sich die hormonelle Situation deiner Hündin noch über einen längeren Zeitraum. Deshalb kann es vorkommen, dass sie sich auch nach dem Ende der sichtbaren Läufigkeit noch anders verhält. Manche Hündinnen werden ruhiger, andere anhänglicher oder reagieren empfindlicher auf bestimmte Situationen. Auch eine Scheinträchtigkeit kann das Verhalten zusätzlich beeinflussen. Wenn sich deine Hündin nach jeder Läufigkeit deutlich verändert, lohnt es sich deshalb, nicht nur die einzelnen Verhaltensweisen zu betrachten, sondern den gesamten Zeitraum rund um ihren Zyklus.
Was darf eine läufige Hündin beim Spaziergang?
Grundsätzlich darf eine läufige Hündin ganz normal spazieren gehen. Entscheidend ist, dass du die Umgebung und die Begegnungen gut im Blick behältst. Auf stark frequentierten Hundewegen oder an Orten mit vielen freilaufenden Rüden kann es sinnvoll sein, während der Läufigkeit andere Wege oder ruhigere Zeiten zu wählen. Wenn du deine Hündin nicht sicher abrufen kannst, würde ich in dieser Zeit auf einen kontrollierten Rahmen verzichten und sie lieber angeleint oder anderweitig gesichert führen. Du kennst deine Hündin am besten. Wenn sie während der Läufigkeit schneller gestresst oder gereizt ist, darf der Spaziergang auch einmal ruhiger und kürzer ausfallen.
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Aktualisierung: September 2026



